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7. September 2012

Unfälle vermeiden: Ganzheitliches Sicherheitskonzept bei MACtac-Bemis

Die im belgischen Soignies, Provinz Hainaut, ansässige Unternehmensgruppe MACtac-Bemis stellt Klebefolien für Dekorations- und Werbezwecke, sowie eine breite Palette von Hightech-Industrieprodukten her und ist für ihre Etikettenträger und Klebefolien weltweit bekannt. Sicherheit ist ein wesentlicher Faktor im gesamten Arbeitsablauf, daher war MACtac-Bemis auf der Suche nach einer ganzheitlichen Lösung, die „klassische“ Unfälle in der Fertigung vermeiden kann.

Mit Hilfe der Laserscanner S3000 von SICK wurde bei MACtac-Bemis eine moderne Sicherheitszone um alle Gefahrenbereiche errichtet

SICK konnte das Unternehmen mit Sicherheits-Laserscannern und Sicherheits-Steuerungen überzeugen. Das Sicherheitskonzept von MACtac-Bemis beruht auf Prävention und kommt weltweit zum Einsatz. Für Patrick Parisi, Division Safety Manager, sind Sicherheitsfragen nicht nur etwas, das mit Aufmerksamkeit verfolgt wird, sondern sie stehen stets ganz oben auf der Tagesordnung von Sitzungen.

Sicherheit geht vor

Das Fertigungsverfahren erfordert Raum und maßgeschneiderte Maschinen mit drehbaren Elementen. Die manuell durchgeführten Arbeiten betreffen hauptsächlich den Transport und das Be- und Entladen der Maschinen. Darüber hinaus wird bisweilen die Unterstützung eines Technikers oder Bedieners benötigt, um Probleme zu beheben. Eine Risikoanalyse zeigte, dass „klassische“ Unfälle am häufigsten vorkommen: Zusammenstöße mit fahrerlosen Transportfahrzeugen, Stauchungen, Quetschungen und andere mehr oder weniger gravierende Verletzungen. Traditionelle Sicherheitsstrategien mindern das Risiko, indem zum Beispiel eine zweite manuelle Steuerung sowie Sicherheitsdetektoren oder
-barrieren eingesetzt werden. MACtac-Bemis verwendete bereits solche traditionellen Sicherheitsvorrichtungen. Das Unternehmen wollte jedoch noch weiter gehen und suchte nach einer Lösung, um praktisch alle Unfälle zu vermeiden. Dies ist nur möglich, wenn alle unerwünschten Berührungspunkte eliminiert werden.

Moderne Sicherheitszonen

Sicherheits-Laserscanner S3000

Mit Sicherheits-Laserscannern S3000 von SICK konnten die Ingenieure von MACtac-Bemis eine moderne Sicherheitszone um alle Gefahrbereiche errichten. Der an einer Maschine montierte S3000 deckt den gesamten Gefahrbereich ab. Mithilfe der integrierten Software können flexibel schaltbare Warn- und Schutzfelder festgelegt werden. Das bietet zahlreiche Möglichkeiten: So kann zum Beispiel ein freier Durchgang zwischen zwei nebeneinanderstehenden Maschinen vorgesehen werden. Betritt ein Mensch das Warnfeld, wird ein akustisches Signal ausgelöst oder eine Lampe blinkt. Erst beim Überschreiten des Schutzfeldes wird die Maschine gestoppt.

Applikationsbeispiel 1: S3000

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Auch bei den fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) stellen die Sicherheits-Laserscanner ihr Können unter Beweis. Bei Annäherung eines Fahrzeugs wird die Person im Gefahrbereich durch Detektion des Beins erkannt. Bei einer Person im Warnfeld verlangsamt sich das FTF und stoppt erst, wenn sich eine Person im Schutzfeld befindet.

Applikationsbeispiel 2: S3000

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Sichere Überwachung

Die Sicherheits-Steuerung Flexi Soft verbindet alle Sicherheitskomponenten, wie Laserscanner, Lichtschranken und Not-Halt-Taster. Damit ist ein reibungsloser Produktionsablauf ohne große Stillstandszeiten gewährleistet.

Die Sicherheits-Steuerung Flexi Soft von SICK regelt bei MACtac die sichere Überwachung

 

Für Patrick Parisi, Division Safety Manager bei MACtac steht die Sicherheit seiner Mitarbeiter an erster Stelle

Patrick Parisi bestätigt, dass MACtac-Bemis in Soignies im Sicherheitsbereich bereits sehr weit ist. Die örtlichen Sicherheitsvorkehrungen dienen als Vorbild für andere Standorte. „Wir müssen noch einige letzte Arbeiten verrichten“, heißt es. „Die Mitarbeiter sind sehr tüchtig. Außerdem werden wir die Bereiche hinter den Maschinen demnächst mit Lasersensoren absichern. Wir werden sicherstellen, dass diese Gefahr endgültig beseitigt wird.“ Innovationen sind ein wichtiger Bestandteil eines ganzheitlichen Sicherheitskonzepts.

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