Modernisierung der Erdgasverteilung in Deutschland

29. Januar 2016

SICK Metering Systems gibt Gas

Ultraschalltechnologie ist für die eichpflichtige Abrechnung von Gasmengen und für die Fackelgasmessung besonders attraktiv. In Messstationen der Öl- und Gasindustrie überzeugt die Messtechnik von SICK nicht nur durch einzelne Komponenten, sondern auch durch anspruchsvolle Systemlösungen. System-projekte gehören zum Kerngeschäft von SICK Metering Systems. Eines dieser Projekte hat dieses Joint Venture zusammen mit der SICK Vertriebs-GmbH für einen bedeutenden Erdgaslieferanten in Europa erfolgreich an dessen Gasterminal in Ostfriesland realisiert.

 

Linde-Gassco_Teaser

 

Durch die 440 Kilometer lange Pipeline „Norpipe“ strömt seit 1977 Erdgas aus Norwegen nach Emden in Ostfriesland. Dort wird das Gas aufbereitet und dem Gasverteilungsnetz zugeführt. Die erforderliche Modernisierung der Messtechnik des Gasterminals stellt eine Investition in die Zukunft der Gasversorgung dar. Ein Konsortium mehrerer norwegischer Energiekonzerne hat in den vergangenen beiden Jahren rund 600 Millionen Euro für die Erweiterung und Modernisierung des Gasterminals aufgewendet. Es soll mit voller Auslastung im Jahr 2016 in Betrieb gehen. Um die Erdgasversorgung sicherzu-stellen, ist aber auch zuverlässige Messtechnik für das Erfassen von Gasmengen nötig.

 

Zuverlässige Messtechnik für die Erdgasversorgung

Der Betreiber des Erdgasterminals in Ostfriesland hat den Technologiekonzern The Linde Group als Generalauftragnehmer mit der Erneuerung des 30 Jahre alten Erdgasterminals beauftragt. Mit seinem Portfolio aus Produkt-Know-how, System-, Projektgeschäft und Service steuert SICK Metering Systems als Systemintegrator einen wichtigen Beitrag zur Erneuerung des Gasterminals bei. Und hilft so, die Versorgung Deutschlands und Europas mit Erdgas aus Norwegen zu sichern.

 

Für genaues Abrechnen wichtig: Durchflussmesstechnik

FLOWSIC600_optimiert_201303Die eichpflichtige Volumenstrommessung zur Abrechnung von Gasmengen und die Emissionsmessung von Fackelgasen sind von bedeutender wirtschaftlicher Relevanz. Eine Messstation verfügt über fünf Messschienen, die über 25 Meter lang sind. In jeder dieser Messschienen misst ein Ultraschall-Gaszähler FLOWSIC600 von SICK die Gasmenge hochgenau. Der Betreiber der Messstation stellt sehr hohe Anforderungen an die Ausfallsicherheit der Technologien. Deshalb wurde ein zweiter Ultraschall-Gaszähler eines anderen Herstellers in einer Dauerreihenschaltung hinter dem FLOWSIC600 montiert, aufgrund schwieriger Installationsbedingungen direkt Flansch an Flansch.

 

FLOW-X_IM0052734_transparentDie Abrechnung für die Abnehmer in Deutschland und anderen europäischen Ländern erfolgt nicht über die Gasmenge, sondern über die Energiemenge. Diese berechnen Flow-Computer Flow-X von SICK aus der gemessenen Gasmenge und dem Energieinhalt des Gases. Den Energieinhalt errechnet ein Gaschromato- graf aus der gemessenen Gaszusammensetzung, insbesondere aus dem Methangehalt. Alle Gas- und Energie-mengen der einzelnen Mess- schienen werden in einem Stationsleitrechner angezeigt und in Berichten zusammengefasst.

 

Der Stationsleitrechner überwacht den jeweiligen Status der Messstationen und leitet die Abrechnungsdaten an die zentrale Datenbank in Norwegen weiter. Die FLOWSIC600 sind für diese Hochdruckanwendung bei Euro-Loop in Holland kalibriert worden. Die Hoch-druckkalibrierung einer solchen Messstrecke von 25 Metern Länge ist eine logistische Herausforderung, die SICK mit bewährten Partnern sicher meistert.

 

Zur Emissionsüberwachung der Fackelgase misst das Massenstrom-Messgerät FLOWSIC100 Flare in einer 2-Pfad-Anordnung den Massenstrom. Selbst wenn einer der beiden Ultraschallpfade ausfällt, ist der Messbetrieb weiterhin sichergestellt. Auch in diesem Bereich ist der Flow-Computer Flow-X Teil der Systemlösung.

 

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SICK Metering Systems: Alles aus einer Hand aus einer Hand

 

Bei der Erneuerung des Gasterminals hat SICK Metering Systems bewiesen, dass es selbst in einer bestehenden Infrastruktur spezielle Kundenwünsche erfüllt. Besonders bei der Integration von Informations- technologie zeigt sich die hohe Flexibilität von SICK Metering Systems. In der Projektierungsphase wurden die Anforderungen ermittelt und der Betreiber der Messstationen in Deutschland wurde bei der Auswahl der geeigneten Geräte und Software beraten.

 

 

 

 

 

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