Speziallösung für Verpackungsmaschinen

25. November 2014

Reihenweise effizient: WTB12-3 in Toploading-Maschinen von Schubert

Die Toploading-Verpackungsmaschinen von Schubert in Crailsheim gehören dank ihres konsequent modularen Maschinenkonzepts zu den flexibelsten Lösungen ihrer Art. So vielfältig die Funktionen sind, gelingt es Schubert, mit nur drei Sensorbaureihen von SICK 90% aller Detektionsaufgaben zu lösen. Der Löwenanteil der Applikationen entfällt auf einen für Schubert speziell modifizierten, selbstüberwachenden Reflexions-Lichttaster WTB12-3 mit Hintergrundausblendung.

 

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TLM-Maschine. Foto: Gerhard Schubert GmbH

 

Wer stückige Produkte und Sortimente auf elegante, einfache und auch wirtschaftlich effiziente Art und Weise verpacken will, kommt an den Toploading-Maschinen (TLM) der Gerhard Schubert GmbH in Crailsheim nicht vorbei. Ob Verpackungsmaschine, Pickerlinie, Packstraße oder Thermoformmaschine – das von Schubert entwickelte TLM-Maschinenkonzept kommt mit nur sieben Basisbaugruppen aus: Übergabeaggregat, Gruppierkette, zwei Verpackungsroboter-Varianten, Vakuumtransporteur, Maschinengestell und Bedienpanel. Diese konsequente Modularität ermöglicht technisch wie wirtschaftlich effiziente Komplettlösungen für unterschiedlichste Verpackungsanwendungen.

 

WTB12-3: Die erste Wahl im modularen Maschinenkonzept von Schubert

WTB12-3: Die erste Wahl im modularen Maschinenkonzept von Schubert

So unterschiedlich die Funktionen der einzelnen Basisbaugruppen sind, so einheitlich ist ihre sensortechnische Ausrüstung mit Lichtschranken von SICK. „Entsprechend der Vorgaben der Technik konzentriert sich die Beschaffung auf drei definierte Vorzugs-Baureihen“, erklärt Reiner Weidmann, Leiter des Einkaufs bei Gerhard Schubert Verpackungsmaschinen. „Die Umsatzmehrheit liegt bei diesen Standardprodukten; andere Sensoren werden nur im speziellen Bedarfsfall beschafft. Der wichtigste Sensor innerhalb der angesprochenen Umsatzmehrheit ist der selbstüberwachende Reflexions-Lichttaster WTB12-3 mit Fix-Tastweite und Hintergrundausblendung.“ „Dank seiner besonderen optischen und auswertetechnischen Eigenschaften sowie der vor Manipulationen schützenden Selbstüberwachung dominiert der WTB12-3 in unserem modularen Maschinenkonzept“, bestätigt auch Siegfried Rottler, Gruppenleiter Steuerungstechnik.

 

Auf dem Weg zur passenden Lösung für Schubert

Eine der zahlreichen Applikationen ist die Überwachung der Magazine in den Aufrichtmaschinen. Der WTB12-3 wird dabei zur Zuschnitt- und Füllstandskontrolle sowie gleichzeitig als Sensor mit Notabschaltfunktion bei leerem Magazin eingesetzt. Die integrierte Hintergrundausblendung qualifiziert den WTB12-3 in besonderem Maße für den Einsatz in Verpackungsmaschinen. Darüber hinaus überzeugt der WTB12-3 durch einfache Montage, einfache Bedienung und ist durch das robuste Metallgehäuse unempfindlich gegenüber Reinigungsmitteln. „Für uns entscheidend waren aber nicht nur die Sensorleistung und die Integrationsfähigkeit des Lichttasters, sondern die Tatsache, dass die gesamte Produktfamilie W12-3 eine Plattform ist, in der wir konstruktionsfreundlich über alle optischen Prinzipien in einem Gehäusekonzept verfügen können“, sagt Siegfried Rottler. „Hinzu kommt, dass SICK schon öfters unsere speziellen Anforderungen an Sensoren schnell umsetzen, die Geräte dann kurzfristig testen und zeitnah in speziellen Sonderversionen bereitstellen konnte.“

Modifikation auf Basis einer bewährten Produktplattform

TLM-Maschine. Foto: Gerhard Schubert GmbH

TLM-Maschine. Foto: Gerhard Schubert GmbH

Im eingeschwenkten Zustand verhindern die Zwischenmagazine quasi als trennende Barriere den Zugang an die Aufrichtwerkzeuge und Antriebe in der Maschine. Um sicherzustellen, dass bei geöffnetem Magazin die Sensorik nicht manipuliert bzw. „überbrückt“ und der Maschineninnenraum zugänglich wird, hat Schubert die Integration einer selbstüberwachenden Funktions- und Objektkontrolle angefragt. Die besondere ASIC-Technologie von SICK, die auch im WTB12-3 zum Einsatz kommt, ermöglichte es, mit Hilfe eines oszillierenden Ausgangs eine solche Funktion umzusetzen. Ein Rückkopplungskreis, in den die Sende-LED, das zu ertastende Objekt, der Empfänger und die Elektronik integriert sind, schwingt mit etwa 10 Hz. Auf diese Weise wird die Anwesenheit des Zuschnitt Magazins kontinuierlich abgefragt – Manipulation nahezu ausgeschlossen. Zudem werden auf besonderen Wunsch des Unternehmens die Reflexions-Lichttaster für Schubert bereits im Werk von SICK auf eine feste Tastweite bis 300 mm voreingestellt. Bei der Integration in die Maschine spart dies Zeit für die Parametrierung.

 

Zuverlässige Detektion und schnelle Ausrichtung dank lichtintensiver Pin-Point-LED

Zuverlässige Detektion und schnelle Ausrichtung dank lichtintensiver PinPoint-LED

Dank der gut sichtbaren Lichtflecke der lichtintensiven Pin-Point-Sende-LED auf den Kartons lässt sich der WTB12-3 schnell und einfach ausrichten. Im Betrieb zeigt sich das Detektionsverhalten als sehr stabil und zuverlässig. „Der Taster eignet sich für alle erdenklichen Oberflächendesigns“, sagt Siegfried Rottler. „Ganz egal, ob die Maschine schwarze oder weiße Oberflächen oder auch Kartons mit glänzenden Sonderbedruckungen verarbeitet.“ Und auch die mechanische Integration ist kein Thema – Gehäusedimension, Lochbild und Montagewinkel der Sonderversion entsprechen 1:1 denen der gesamten Standard-Produktfamilie.

 

Komplexe Anforderungen als Ansporn für Verbesserungen

Die Produktfamilie W12-3 ist seit vielen Jahren als Sensorplattform bei Schubert etabliert. Durch den zig-fachen Einsatz besitzt das Unternehmen wichtige Erfahrungswerte über die verschiedenen Sensoren. Dies führte u. a. auch bei dem speziellen Lichttaster WTB12-3 zu einer sensortechnischen Modifikation, die für alle Arten von Verpackungsmaschinen einen zusätzlichen Vorteil generieren kann – sei es als innovative Sensorlösung, sei es als Ansatzpunkt für konstruktive Verbesserungen. „Entscheidend ist, dass SICK unsere Sprache spricht, Anforderungen aus der Verpackungsbranche einordnen und umsetzen kann und dabei sehr schnell und flexibel ist“, fasst Siegfried Rottler zusammen.

 

Reihenweise effizient: WTB12-3 im Einsatz

Reihenweise effizient: WTB12-3 im Einsatz bei Schubert

 

 

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