SICK Sensoren: Damit drin ist was drauf steht

17. März 2017

Perfekte Etikettenkontrolle für pflanzliche Öle und Fette

Nicht nur Hobbyköche wissen: Wer in der Küche zu optimalen Ergebnissen kommen möchte, sollte das richtige Öl und Fett verwenden. Das setzt – neben grundlegenden Kochkenntnissen – voraus, dass in der Ölflasche oder der Speisefettpackung auch das drin ist, was darauf steht. Genau dies stellt Florin in Muttenz mit Vision-Sensoren, Lichtschranken und Barcodelesern von SICK sicher.

 

Die Inspektionslösung bei Florin ist wesentlicher Bestandteil eines besonderen Konfigurationskonzeptes, das eine einfache Bedienung auch bei häufigen Produktwechseln sicherstellt. Zum Einsatz kommen Vision-Sensoren Inspector I40, Kompakt-Lichtschranken W11, Gabellichtschranken in den Etikettenspendesystemen sowie Barcodeleser CLV620.

 

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Beim Kennzeichnen nicht ins „Fettnäpfchen“ treten

Nicht jedes Fett eignet sich gleichermaßen zum Kochen, Braten oder Frittieren. Öle schmecken je nach Pflanzenart, aus der sie gewonnen werden, recht unterschiedlich. Allergiker sind aus gesundheitlichen Gründen in einem besonderen Maß auf eine richtige Etikettierung angewiesen. Und der Einzelhandel benötigt für die Warenpräsentation die korrekte Abbildung und Kennzeichnung jeder der zahlreichen unterschiedlichen Öl- und Fettsorten von Florin. Gute Gründe für das Unternehmen, bei der Kennzeichnung nicht ins „Fettnäpfchen“ zu treten, sondern die höchstmögliche Prozesssicherheit zu gewährleisten.

 

Hohe Produktvielfalt erfordert flexibles Prüfkonzept

Das unabhängige Schweizer Familienunternehmen legt besonderen Wert auf höchste Qualität – bei Produkten wie auch bei Prozessen. Daher produziert Florin traditionell von den Saaten bis zum Endprodukt alles selbst. Das Kundenportfolio reicht vom Gastronomie- und Bäckereibedarf über den Detailhandel, die Nahrungsmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie bis hin zur Futtermittelindustrie.

Die hohe Produktvielfalt bei Florin erforderte ein flexibles Prüfkonzept. Hinzu kommt, dass je nach Ölsorte und Flaschenart Bilder und Etiketten einfach oder mehrfach auf der Vorder- bzw. Rückseite aufgebracht werden. Jede dieser Prüfsituationen muss individuell gemeistert werden. Bislang wurde die Etikettierkontrolle sehr zuverlässig von Mitarbeitern ausgeführt – und es sind auch keine Verwechslungen passiert. „Aber die hohen Anforderungen an eine dokumentierbare Produktsicherheit und Rückverfolgbarkeit können letztlich nur automatisierte Systemlösungen erfüllen“, sagt Josef Bieri, Account Manager bei SICK in Stans. Gesucht wurde daher eine Lösung, die neben höchster Zuverlässigkeit eine einfache Bedienung bei den alle zwei bis drei Stunden stattfindenden Produktwechseln auf der Anlage sicherstellt.

 

Mit SICK besonderes Sensor- und Konfigurationskonzept umgesetzt

Kernelemente der Lösung für Florin sind – neben diversen Gabel- und Kompakt-Lichtschranken als Triggersensoren – zahlreiche Vision-Sensoren Inspector I40 und Barcodeleser der Produktfamilie CLV620. So meistern sie während des Dreischichtbetriebs von Montag bis Samstag jede der auftretenden Prüfsituationen. Flaschen nur mit frontseitigem Bild werden vom Inspector I40 kontrolliert; Flaschen mit EAN-Barcode im Bild werden vom CLV620 identifiziert. Wird auf der Vorderseite der Flasche ein Bild appliziert und auf der Rückseite eine Barcode-Etikett, treten beide Sensoren in Aktion: der Inspector I40 für das Bild und der CLV620 für den EAN-Code.

 

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Damit die Bilder als korrekt erkannt werden können, haben Florin und SICK eine besondere Konfigurationslösung konzipiert: den Viewer. Statt über eine SPS oder aus SAP heraus lädt der Viewer die produktbezogenen Konfigurationsdaten in die Vision-Sensoren. Hierzu wird für jedes neue Produkt ein Referenzbild über den Inspector I40 eingelernt und im Viewer gespeichert. Danach wird die Gerätedatei für dieses Produkt aus der Leitsteuerung einmalig in den Viewer exportiert, dort mit dem Bild verknüpft und schließlich mit dem entsprechenden Produktnamen und der Artikelnummer abgelegt. Auf diese Weise kann der Maschinenbediener für den anstehenden Auftrag die dazugehörige Gerätedatei via Viewer in den Vision-Sensor laden und starten. Falsche Bilder generieren ein Abschaltsignal, so dass die betreffenden Einheiten ausgeschleust werden können.

Das Gleiche passiert bei nicht einwandfreien Barcodes. Beim Einrichtbetrieb, der einmalig nach jedem Produktwechsel stattfindet, wird der EAN Code vom SAP-Warenwirtschaftssystem an die SPS gesendet und von dieser an die diversen Scanner der entsprechenden Produktionslinie. Im Produktionsbetrieb wird der Daten- bzw. EAN-Code-Vergleich von den SICK Scannern durchgeführt. Eine abweichende Kennzeichnung wird somit rechtzeitig erkannt.

 

 

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