Inbetriebnahme, Umrüstung und Monitoring durch Visualisierung erheblich vereinfacht

22. Januar 2016

Per Mausklick auf den Encoder schalten

Die Zukunft in der Industrie ist gekennzeichnet von einer starken Individualisierung der Produkte unter den Bedingungen einer hoch flexibilisierten Großserienproduktion. Intelligente Monitoring- und Entscheidungsprozesse, die  Unternehmen und ganze Wertschöpfungsnetzwerke in nahezu Echtzeit steuern und optimieren können, unterstützen diese Entwicklung. Encoder mit Ethernet-basierten Feldbusschnittstellen bieten bereits eine einfache Parametrierung und dazu eine Vielzahl von Diagnosefunktionalitäten.

 

Jetzt geht SICK noch einen Schritt weiter und integriert einen Webserver in den Absolut-Encoder AFS/AFM60 EtherNet/IP. Um den  Maschinenbauern und den Herstellern neue Möglichkeiten und Freiheitsgrade für die Einbindung, den Service und die Wartung der Encoder zu ermöglichen, geht SICK mit den Encodern online – per integriertem Webserver. Mit dem eingebetteten neuen Programmiertool ist der Absolut-Encoder AFS/AFM60 EtherNet/IP sofort und ohne zusätzliche  Software mit einem browserfähigen Gerät in Kombination mit einer Steuerung, aber auch ohne Steuerung einsatzbereit.

 

Mehr als Geschwindigkeit und Position

Neben der sensortechnischen Sicht, nämlich der präzisen Weg-, Winkel-, Geschwindigkeits- und Positionserfassung, eröffnet die visualisierte Kommunikation per Webserver Einblicke in die Applikation, indem Anlagenzustände und -erfordernisse quasi gespiegelt werden. Mit den umfangreichen integrierten Diagnosefunktionen wie Minimal- und Maximalwerte für Position, Geschwindigkeit, Temperatur, Betriebsstundenzähler, Motionzähler, Anzeigen von Flags, Alarm- und Warnungsmeldungen können Ausfallzeiten reduziert und Materialkosten eingespart werden. Optimierte Service und Wartungsintervalle steigern die Maschinenperformance. Schon der im Markt bereits erfolgreich etablierte Absolut-Encoder AFS/AFM60 EtherNet/ IP ohne Webserver bot durch neue Funktionen einen deutlichen Mehrwert. Über den Webserver können diese  Funktionalitäten jetzt visualisiert werden. Damit lassen sich die EtherNet/IP-Encoder leicht integrieren und bedienen.

 

 

Encoder_webserver_overview

 

Alles auf einen Blick

Die Visualisierung sämtlicher Encoderfeatures und  Diagnosefunktionen auf einem Bildschirm ermöglicht dem Anwender, Parameter einfach und schnell zu ändern, Datenwerte an die Steuerung auszugeben und grafisch unterstützte Diagnosedaten einzusehen. Somit  können Bediener Encoderdaten standortunabhängig mit LAN- oder WLAN-Zugriff per WiFi-Switch parametrieren und/oder analysieren und ggf. Serviceintervalle optimieren. Möglich ist dies direkt vor Ort in der Applikation, in einer Laborumgebung, im Lager oder im Büro – auch ohne Steuerung.

 

Einfache und intuitive Bedienung

Der Anwender benötigt keine schnittstellenspezifischen Kenntnisse, da die Webseiten im Klartext mit Dezimalwerten dargestellt und Diagnosedaten grafisch aufbereitet sind. Die benutzerfreundliche Oberfläche ermöglicht dem Bedienpersonal höchste Flexibilität. Webservereinstellungen werden automatisch  an die Steuerung übertragen. Im Hintergrund findet die Übertragung der spezifischen  Daten mit der Steuerung statt. Mit dem Encoder als „Output-Device“ kann das Bedienpersonal so schnell und sicher Werte ändern, was deutlich zur Effizienzsteigerung beiträgt. Auf der Parametrierübersicht am Bildschirm kann der Bediener seine „Aktuellen Settings“ mit den „Default Settings“ vergleichen. So werden sämtliche Einstellungen übersichtlich gegenübergestellt und fehlende oder falsche Einstellungen transparent dargestellt, was deutlich zur Vermeidung von Falscheingaben beiträgt. Die Erweiterung der AFS/AFM60 EtherNet/IP von SICK um einen integrierten FTP-Server erlaubt jederzeit ein Update der Encoder mit der aktuellsten Firmware direkt in der Anlage, ohne den Sensor dafür austauschen zu müssen.

 

Webserver standardmäßig im Gerät integriert

AFM_Ether_ip_webserver_teaserDer Encoder AFS/AFM60 EtherNet/IP wird ab sofort automatisch mit integriertem Webserver ausgeliefert. Dem Kunden bieten sich drei Varianten, den Encoder zu nutzen. Er kann den Encoder wie herkömmlich über die Steuerung bedienen und nutzt den Webserver ausschließlich nach Bedarf für Monitoring- und Diagnosezwecke. Oder er nutzt nur den Webserver bzw. das integrierte Programmiertool für eine Parametrierung des Encoders im Vorfeld, bevor er den Encoder in die Anlage implementiert. Schließlich kann er Steuerung und Webserver gleichzeitig verwenden. Dabei dominiert die zuletzt getätigte Einstellung, unabhängig davon, ob sie auf der Steuerung oder dem Webserver stattgefunden hat. Mit dem AFS/AFM60 EtherNet/IP mit Webserver ist ein Maschinenbediener jetzt in der Lage, die Maschine umzurüsten, ohne sich in eine komplexe Programmierroutine einarbeiten zu müssen.

 

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