Prozessmesstechnik prüfen

17. Juli 2015

Neues Labor sorgt für verbesserte Testbedingungen

Für die Prozessüberwachung erwarten Kunden etwa aus der Werkzeugmaschinen-, Automobil-, Nahrungsmittel- und Getränke-, oder auch der Pharma- und Kosmetikindustrie verlässliche und präzise messende Füllstandsensoren. Produkte von SICK arbeiten nicht nur mit den unterschiedlichsten Medien, sondern erfassen auch die jeweilige Messgröße möglichst universal und unabhängig von den Umgebungsbedingungen. Doch wie werden die Prozessmesstechniklösungen selbst eigentlich geprüft, bevor sie bei Anwendern zum Einsatz kommen?


Testlabor SICK

Bevor sich Anwender für eine Sensorlösung entscheiden, möchten sie sichergehen, dass diese in der betreffenden Anlage und im Rahmen ihrer spezifischen Umgebungsbedingungen möglichst lange und störungsfrei funktioniert. So stellt bei-spielsweise die Füllstandkontrolle in Puffertanks eine der Schlüsselanwendungen an Abfüllsystemen und -maschinen dar. Damit eine kontinuierliche Flüssigkeitszufuhr zu den Abfüllanlagen gewährleistet werden kann, muss der exakte Füllstand gemessen werden. Füllstandsensoren von SICK durchlaufen eine Reihe von Prüfverfahren, bevor sie beim Kunden vor Ort zum Einsatz kommen.

Verbesserte Testbedingungen

Ende Mai 2014 eröffnete die SICK AG am Standort Waldkirch ein neues Gebäude zur Forschung und Entwicklung. Auf über 600 Quadratmetern stehen hier modernste Laborräume zur Verfügung, darunter ein Testlabor zur Füllstandmessung. Thomas Weber, Group Manager Development aus dem Bereich Industrial Instrumentation bei SICK erläutert: „Dank des neuen Testlabors bieten sich nun deutlich verbesserte Arbeits- und Testbedingungen. Es können unter anderem Tests an fünf Meter hohen Tanks, in Schaumbehältern und mit Schmutzablagerungen durchgeführt werden. Zudem steht mit dem Neubau ein Platz für technische Schulungen und der direkten praktischen Veranschaulichung zur Verfügung“.

 

Thomas-Weber-Prueflabor-SICK

Links: Thomas Graner (Konstrukteur) und Thomas Weber (Group Manager Development) aus dem Bereich Industrial Instrumentation bei SICK

Testmessungen mit verschiedenen Tanks und Medien

Hinsichtlich der Qualitätssicherung werden neben der bei SICK standardmäßig vorgesehenen und umfangreichen Produktqualitätsprüfung mit den Produkten im Bereich Industrial Instrumentation weitere Prüfungen durchgeführt. Füllstandsensoren messen kontinuierlich Füllstände und erfassen Grenzwerte in den Bereichen Prozesssteuerung, Absicherung oder Bevorratung. Hierbei müssen unterschiedlichste Mediumseigenschaften, Einbausituationen und Umgebungsbedingungen berücksichtigt werden. Denn Füllstandsensoren werden beispielsweise in der Werkzeugmaschinenindustrie zur Überwachung von Hydrauliköl, Wasser-Ölgemischen, Kühl- und Schmiermitteln, Reinigungslösungen und -mitteln, in der Automobilindustrie zur Überwachung von Befüllsystemen oder der Nahrungs- und Getränkemittelindustrie eingesetzt:

 

 

Gerade in industriellen Prozessen mit anspruchsvollen Umgebungsbedingungen, wie etwa besonders hohe Temperaturen, ergeben sich erhöhte Anforderungen an die Sensorik. „Deshalb durchlaufen alle Füllstandsensoren zur Qualifizierung und Typenprüfung Testmessungen, wie etwa Linearitätsmessungen, in eigens dafür angeschafften Testtanks“, erklärt Thomas Graner, Konstrukteur aus dem Bereich Industrial Instrumentation bei SICK. „So können im Prüflabor Testmessungen mit verschiedenen Tanks und Medien durchgeführt werden. Es stehen Tanks mit unterschiedlichen Durchmessern und Füllhöhen zur Verfügung. Neben Edelstahltanks stehen auch Tanks aus Kunststoff für Tests bereit. Dadurch können besondere Umgebungsbedingungen, wie sie bei den Anwendern vorzufinden sind, simuliert werden“.

 

Testlabor

Qualitätssicherung in der Endfertigung

Nach einer umfangreichen Testprozedur wurde ein Prüfkonzept für die Endmontage erarbeitet. Mit Hilfe einer Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) wurden mögliche Prozess- und Montagefehler in der Endfertigung aufgedeckt. „Diese möglichen Fehler, wie z.B. Fehler in der elektronischen Funktionalität oder auch fehlerhafte mechanische Parameter, wie die Sondenlänge des LFP, werden mittels einer 100-%-Endprüfung aufgedeckt, womit die Qualität für den Kunden sichergestellt wird“, erklärt Thomas Graner. Denn SICK bietet zuverlässige Sensoren, die dafür sorgen, dass Prozesse effizient und flüssig laufen.

Intelligente Fluidsensorik-Lösungen von SICK

 

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