Wenn sich Anforderungen und Aufstellungsorte ändern

1. März 2017

Modulare Sicherheit für Automationslösungen an mobilen Werkzeugmaschinen

Ein migrationsfähiges Maschinenkonzept, das mit den Anforderungen wächst, bei Bedarf aber auch für neue Aufgaben umgerüstet und an neuen Einsatzorten aufgestellt werden kann – das ist im Kern die Philosophie des Automationssystems BFM der Bachmann Engineering AG. Entsprechend flexibel muss sich die Lösung sicherheitstechnischer Herausforderungen gestalten, was mit dem Sicherheitsportfolio von SICK kein Problem ist.

 

Bachmann

 

Sicherheits-Steuerungen Flexi Soft, Sicherheits-Lichtvorhänge der Produktfamilie miniTwin4, Sicherheits-Laserscanner S300 Mini und magnetische Sicherheitsschalter RE ermöglichen es, für jede Ausführung eines Bachmann FeedMaster (BFM) modulare und platzsparende Absicherungskonzepte umzusetzen. „Viele dieser robotergestützen Automatisierungslösungen werden von den Kunden nicht nur an einer Stelle, sondern auch örtlich wechselnd in unterschiedliche Fertigungs- und Handhabungsprozesse integriert“, erzählt Roger A. Bachmann, Geschäftsführer des Unternehmens. „Die Sicherheitstechnik muss dementsprechend individuell und vor allem auch platzsparend auf die jeweilige Funktion und den jeweiligen Aufstellungsort angepasst werden können“.

 

 

Maximale Rentabilität durch maximale Flexibilität

Die Bachmann Engineering AG in Zofingen, Schweiz, bietet seit mehr als 30 Jahren besondere Expertise bei schlüsselfertigen Standard- und Sonderautomationslösungen, in der Robotik, bei Handhabungsgeräten und Sondermaschinen sowie in der Konstruktions- und Softwareentwicklung. Der Bachmann FeedMaster ist ein kompaktes, mobiles und einfach zu bedienendes Automationssystem, in dem Roboter von Herstellern wie Universal Robots, ABB, KUKA oder Stäubli das Handling von Teilen zwischen zwei Maschinen übernehmen oder auch in der direkten Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) eingesetzt werden. „Der BFM ist eine Standardlösung aus dem Baukasten, die jedoch so konzipiert ist, dass sie über ihren Lebenszyklus hinweg modular ergänzt und zudem schnell und einfach auf unterschiedlichste kundenspezifische Aufgabenstellungen umgerüstet werden kann“, erläutert Roger A. Bachmann. „Viele BFM sind zudem entweder mit Rollen ausgestattet oder per Stapler umsetzbar, was ihre Flexibilität weiter erhöht und den Kunden eine maximale Produktivität und Rentabilität gewährleistet.“ Jede neue Aufgabenstellung und jeder neue Aufstellungsort bringen dabei neue Anforderungen an die Absicherung des BFM mit sich – wobei sich die technologische Vielseitigkeit des Sicherheitsportfolios von SICK bewährt.

 

 

Sicherheitstechnik wird situativ ausgelegt

Flexi Soft kann dank diverser Ethernet-basierender Busbausteine einfach in größere Anlagen mit übergeordneter Steuerung eingebunden werden.

Flexi Soft kann dank diverser Ethernet-basierender Busbausteine einfach in größere Anlagen mit übergeordneter Steuerung eingebunden werden.

Die breite Palette sicherheitstechnischer Sensor- und Steuerungslösungen von SICK ermöglicht es, die Absicherung der BFM flexibel auszulegen und situativ anzupassen. So bietet die Sicherheits-Steuerung Flexi Soft vielfältige Möglichkeiten zur Programmierung von Überwachungsszenarien und zur Einbindung unterschiedlichster Sicherheitssensoren. „Darüber hinaus kann Bachmann Engineering auch die Signale nicht sicherer Sensoren von SICK über die Sicherheits-Steuerung Flexi Soft verarbeiten – wie Zylindersensoren auf dem Robotergreifer, Klein-Lichtschranken, induktive Sensoren – und so die Automatisierungslösung insgesamt vereinfachen“, erklärt Siegfried Habermacher, Head of Department Factory Automation bei der Schweizer SICK AG. Einen weiteren Vorteil nennt Christian Hölzle, Teamleiter Software/Elektro bei Bachmann Engineering: „Die Flexi Soft kann dank diverser Ethernet-basierender Busbausteine einfach in größere Anlagen mit übergeordneter Steuerung eingebunden werden, was die steuerungstechnische Integration des BFM erheblich vereinfacht.“

 

 

Höchstmögliche Sicherheitslevel

Auch die Sicherheits-Lichtvorhänge miniTwin4 bieten höchste Systemfunktionalität: Sender- und Empfängerelemente in einem Gehäuse-Stick, miniaturisierte Bauform, feine Skalierbarkeit von Schutzfeldhöhen sowie eine blindzonenfreie Überwachung dank kleinster Auflösung auch bei Eckmontage – und das alles in den höchstmöglichen Sicherheitsleveln PL e nach EN ISO 13849-1 und SIL3 nach EN 62061. Die Sicherheits-Laserscanner der Produktfamilie S300 Mini mit höchstmöglicher Flexibilität bei möglichst minimalem Platzbedarf – die Bauhöhe beträgt gerade einmal 116 mm – sind für den Einsatz in solchen BFM prädestiniert. S300 Mini kommen bei schnellen Roboterbewegungen oder bei scharfkantigen Werkstücken zum Einsatz, wenn dadurch Personen verletzt werden können. Innerhalb des bis zu drei Meter tiefen 270°-Schutzfelds können je nach Ausführung ein oder mehrere Tripelfeldsätze mit einem Schutz- und zwei Warnfeldern programmiert werden. „Dabei lassen sich die Gegebenheiten am Aufstellungsort auf einfache Weise berücksichtigen und immer wieder neuen Situationen und Veränderungen anpassen“, erklärt Roger A. Bachmann einen entscheidenden Vorteil, den die Sicherheits-Laserscanner beim Wechsel des Aufstellungsorts eines BFM bieten.

 

Magnetischer Sicherheitsschalter RE von SICK im Bachmann FeedMaster (BFM)

Magnetischer Sicherheitsschalter RE von SICK im Bachmann FeedMaster (BFM)

Müssen Türen, Optikhauben oder Klappen am Automationssystem sicherheitsgerichtet überwacht werden, heißt für Bachmann Engineering die Lösung RE1 und RE2 für reine MRK-Anwendungen: berührungslose Sicherheitsschalter mit zwei Reed-Ausgangskontakten und codierten magnetischen Betätigern. Der RE1 bietet sich in seiner kompakten Ausführung für eine besonders platzsparende Montage und für gesicherte Einschaltabstände bis 7 mm an. Dagegen ermöglicht der RE2 im – ebenfalls gelben – Standardgehäuse die Nutzung eines erhöhten, gesicherten Einschaltabstands von 9 mm. „Damit sind beide RE-Versionen in der Lage, z. B. Ausrichtungstoleranzen von Schalter und Betätigern, die unter Umständen durch Vibrationen des sich bewegenden Roboters hervorgerufen werden, detektionstechnisch zu überwinden und so eine höchstmögliche Schaltsicherheit und Maschinenverfügbarkeit zu gewährleisten“, führt Siegfried Habermacher aus.

 

 

„Das Paket passt”

Das Portfolio und die Technologien für nicht sichere und sichere Sensor- und Steuerungslösungen bieten Bachmann Engineering und deren Kunden die notwendige Flexibilität, um die Potenziale der BFM dauerhaft in vollem Umfang nutzen zu können. „Zudem sind wir auch mit dem Service und der Betreuung durch SICK sehr zufrieden“, sagt Christian Hölzle, „denn die technischen Ansprüche einer optimalen Lösung sind teilweise ziemlich hoch und erfordern einen intensiven Austausch untereinander.“ Das Fazit von Roger A. Bachmann: „Wir fühlen uns in jeder Hinsicht gut aufgehoben, das Paket passt.“

 

 

 

 

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