LFP Inox: zuverlässig in der Lebensmittelindustrie

8. Februar 2017

Hohe Ansprüche an die Füllstandmessung in der Molkerei

Seit mehr als 80 Jahren ist die Molkerei Gropper ein Partner für Kunden sowie Lieferanten. Die Molkerei schaffte es zum Spezialisten für Handelsmarken und betreut nun nahezu alle national wie auch international tätigen Handelsunternehmen. Die Milchverarbeitung birgt hohe Belastungen und Ansprüche für die Sensorik. Seit 2013 verlässt sich das Unternehmen daher auf den Füllstandsensor LFP von SICK.

 

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Die Bandbreite der Molkerei ist groß. Es werden nicht nur Handelsmarken abgedeckt: Auch im Bereich Copacking wurde jahrzehntelang Erfahrung gesammelt. Hierbei spielen insbesondere die technischen Möglichkeiten eine große Rolle, denn zielgruppenrelevante Konzepte benötigen die richtigen Verpackungen. Zudem besitzt Gropper hohe Ansprüche an Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Diese An- und Herausforderungen lassen sich nur mit der geeigneten Technologie verwirklichen.

 

Herausforderungen in der Milchverarbeitung

Bislang war dies nicht immer einfach. Ein kritischer Punkt lag in der kontinuierlichen Füllstanderfassung der Produktbehälter. Denn bisher nutzte die Molkerei Gropper einen Schwebekörper beziehungsweise Schwimmer. Allerdings brachen die Schweißnähte der Schwebekörper nach einer gewissen Zeit auf. Zudem führt der Schwebekörper den Nachteil mit sich, dass sich in dem schwer reinigbaren Spalt zwischen Schwebekörper und Führungsstab stückige Produkte festsetzen können.
Auch in der Produktionsvorbereitung traten Probleme auf – bei der Sterilisierung der Anlage. Bei diesem thermischen Vorgang entstehen die höchsten Temperaturen des gesamten Prozesses. Die Sonde war den hohen Temperaturbelastungen nicht gewachsen. Die Isolation des isolierten Stabs brach und verursachte so einen Kurzschluss. Ärgerlich ist eine solche Beschädigung der Sonde beziehungsweise der daraus resultierende Ausfall deshalb, weil der Fehler im schlimmsten Fall erst dann bemerkt wird, wenn versucht wird, die Produktion anzufahren.

 

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Innovativer Füllstandsensor von SICK: der LFP

Die weitere Suche nach einer passenden Alternative mündete in die Zusammenarbeit mit der SICK AG. Für ein neues Produkt im Bereich der Füllstandmessung für Flüssigkeiten und Schüttgüter war SICK auf der Suche nach einem Partner, der den LFP in der Praxis testen sollte. Für Gropper waren die Anforderungen an das neue Sensorsystem schnell klar: „Der Kopf muss möglichst klein sein wegen der begrenzten Einbauverhältnisse, auch der Sondenkopf, in dem die Auswerteelektronik sitzt. Er muss temperaturentkoppelt sein, weil wir die gesamte Füllmaschine heiß reinigen und insbesondere sehr heiß sterilisieren. Und die Prozessanbindung muss mikrobiologisch einwandfrei und hygienisch sauber sein“, Berthold Burgmeier, Leiter Technik bei der Molkerei Gropper. Zuverlässigkeit, Robustheit, Effizienz und Hygiene sollte die Sensorik von Gropper auf den neuesten Stand bringen.

 

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Hervorragende Leistung des LFP

Nach nun fast drei Jahren sind heute bei Gropper fünf LFP-Sensoren von SICK eingesetzt. Seit Beginn der Zusammenarbeit und der Installation der Sensoren hatte die Molkerei keinen Sondenausfall mehr. Speziell bei der Sterilisation bewährte sich der LFP bestens. Temperaturschwierigkeiten konnten mit der LFP-Sonde ganz beseitigt werden, und auch sonst traten keine weiteren Probleme auf. Das Schaumverhalten des Produkts spielt für den Füllstandsensor keine Rolle. Genau hier liegt eine der Stärken der LFP-Sonde.
Die LFP-Serie kann einen breiten Einsatzbereich vorweisen und lässt sich aktuell in den LFP Cubic und LFP Inox unterteilen. Sie ist dabei unter anderem für stark schäumende Produkte, wie es zum Beispiel bei Milchprodukten der Fall ist, sehr gut geeignet. Denn die Sonde ist in der Lage, Schaum auszublenden und somit ein präzises Ergebnis zu liefern.
Auch das Design und die Materialbeschaffenheit des LFP machen den Einsatz des neuen Füllstandsensors für Gropper komfortabel. Im Normalfall sollte der LFP keinen Verschleiß aufweisen, da das Einzige, das in das Produkt hineinragt, ein Edelstahlstab ist. Dieser Aspekt bringt auch den großen Vorteil der Hygiene mit sich. Es ist kein Schwebekörper, der an einem Stab geführt ist; es ist kein isolierter Stab, der wieder die Problematik hat, dass die Temperatur nicht beständig ist. Es gibt nur den Edelstahlstab, der oben mit einer Dichtung eingeführt ist.

 

 

Passgenauer Fortschritt für nachhaltige Qualität

Die besondere Eignung des LFP für kleine Behälter ist durch die geführte und nicht freie Radarsonde möglich. Die geführte Radarsonde greift dabei die Technologie der geführten Mikrowellen-Sonde auf.
Diese Technologie in Verbindung mit Lebensmittelprozessanwendungen ist noch ein sehr neues Thema, das erst seit Neuestem erschwinglich geworden ist. Deshalb kamen bei Gropper auch vornehmlich kapazitive Sensoren oder Schwebekörper zum Einsatz, mit den genannten Problemen. Mit dem LFP konnte Gropper seine Technologie endlich modernisieren. Doch der LFP bietet nicht nur den technischen Nutzen, sondern auch großen wirtschaftlichen Vorteil und ist somit für Gropper mehr als interessant. Das zeigt sich nicht nur in der langen Lebensdauer, sondern auch in scheinbaren Details. Zum Beispiel kann der Sondenstab des LFP in der Länge gekürzt werden. So kann ein Standard-Sondenstab mit einer Standardlänge gekauft werden, welcher dann vor Ort individuell zugeschnitten und zum Schluss ganz einfach auf der jeweiligen Anwendung adaptiert werden kann. Das bedeutet, dass Gropper auch die Vielfalt im Ersatzteillager reduzieren kann. Diese Möglichkeit besteht bei anderen Messtechnologien für kontinuierliche Füllstanderfassung nicht – ein weiterer Pluspunkt des LFP.

 

 

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