Hoher Automatisierungsgrad Vs. Flexible Fertigungsabläufe

1. Juli 2016

Funktionale Sicherheit bei der Mensch-Roboter-Kollaboration

Eines der großen Themen von Industrie 4.0 ist die Flexibilisierung von Arbeitsabläufen. Dazu zählt auch eine stärkere Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Wenn Mensch und Maschine aber jetzt noch enger und dennoch sicher zusammenarbeiten müssen, ist die funktionale Sicherheit in modernen Fertigungssystemen ein Schritt auf dem Weg zu mehr Flexibilität. Wie dies gestaltet werden kann, wird im Themenfeld Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) beschrieben.

 

human-robot-collaboration

Je nach Art der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter ergeben sich unterschiedliche Formen der Automatisierung. Auf dem Weg zur vollständigen Kollaboration  –  Mensch  und  Roboter teilen sich den gleichen Arbeitsraum und arbeiten auch gleichzeitig – gilt es, auch Lösungen im Sinne von Koexistenz oder Kooperation zu ermöglichen. Hierzu sind nicht nur ein umfassendes Verständnis der Roboteranwendungen, sondern auch Fachwissen bei der Risikobewertung und das entsprechende Portfolio an Sicherheitslösungen notwendig.

 

SICK als Partner für MRK-Lösungen

Jede Entwicklung von MRK-Systemen beginnt mit der Risikobeurteilung. Um die Vorgaben der Maschinenrichtlinie zu erfüllen, ist für jede Maschine eine ausführliche Bewertung möglicher Gefährdungen nach EN ISO 12100 durchzuführen. Da die Bewegungsabläufe bei Robotersystemen meist sehr komplex sind, fordert zudem die Robotersicherheitsnorm EN ISO 10218 neben dem Betrachten von Gefährdungen auch das Untersuchen jedes Bewegungsablaufs. Auch Umfeld und Rahmenbedingungen der MRK-Anwendung müssen in der Risikobeurteilung betrachtet und dokumentiert werden. Nur auf diese Weise lassen sich die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen ableiten.

Um unterschiedliche Sicherheitsmaßnahmen bei der Mensch-Roboter-Kollaboration zu lösen, kommen unterschiedliche Technologien und Komponenten zum Einsatz. Diese müssen optimal  miteinander agieren und sollen den Arbeitsablauf und damit die Produktivität nicht beeinflussen. SICK bietet dafür ein breites Portfolio an Sicherheitslösungen, die aufeinander abgestimmt sind. So lässt sich die Sicherheitsfunktion vollständig abbilden –  unabhängig davon, ob diese in bestehenden Anlagen nachgerüstet oder in neue Anlagen integriert wird. Damit Maschinen- und Anlagenhersteller sowie Systemintegratoren bei ihrer Absicherungsaufgabe nicht allein gelassen werden, bietet SICK zudem ein umfassendes Programm an Dienstleistungen an: Auf eine Anlagenbegehung folgt die  Risikobeurteilung der individuellen MRK-Lösung. Auf dieser Basis wird ein speziell zugeschnittenes Sicherheitskonzept erstellt. Bei Bedarf unterstützt SICK bei der technischen Integration, der Abnahme der Maschine sowie der Dokumentation. Auch eine regelmäßige Prüfung gehört zum Leistungsangebot.

 

 

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Arten und Beispiele der Mensch-Roboter-Kollaboration finden Sie hier:

 

 

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