Kontrast und mehr

25. November 2016

Flexible Anpassung ist alles

Bei den aktuellen Trends zu kleineren Auflagen bis hin zum individualisierten Massenprodukt und damit einhergehenden häufigeren Jobwechseln muss eine adaptive Verpackungsmaschine mit unregelmäßiger Produktzuführung umgehen können und sich an unterschiedliche Formate anpassen lassen. Sensoren und Aktoren ermöglichen die Anpassung. Beliebige Verpackungsgrößen und –formen sind auf einer Maschine möglich.

 

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Kontrastsensoren KTM: klein, einfach, schnell, robust

Durch schnelle, softwareunterstützte Formatwechsel lassen sich Stillstandszeiten reduzieren sowie Materialausnutzung und Verpackungsprozesse optimieren. In Verpackungsmaschinen werden überwiegend Kontrastsensoren zur Erkennung von Marken eingesetzt. Die Kontrastsensoren KT von SICK erfassen geringste Kontraste bei höchsten Geschwindigkeiten, z. B. Druckmarken auf Folien oder Verpackungen. Sie erkennen schwache Grauwertunterschiede zwischen Marke und Hintergrund auf matten, glänzenden oder transparenten Oberflächen.

 

Schneller Formatwechsel via IO-Link

Wenn beim zu verpackenden Inhalt z. B. die Geschmacksrichtung von Orange auf Apfel wechselt, ändern sich häufig auch die Farben des Verpackungsmaterials. Dies hat zur Folge, dass der Kontrastsensor für die bestmögliche Erkennung der Marken wieder neu eingelernt werden muss. Sind mehrere Sensoren in einer Maschine verbaut, kostet das viel Zeit. Werden die Formate aber im Sensor als Job gespeichert, können sie einfach abgerufen werden. Dadurch erhalten alle Kontrastsensoren in der Maschine automatisch das gleiche Setting, z. B. Sendefarbe und Schaltschwelle.

Einmal in den Kontrastsensor eingelernte Parameter werden in der Steuerung als „Job“ eingespeichert. Bei Formatwechsel wird dieser Job einfach wieder aufgerufen. Das spart Zeit und Geld.

 

IO-LinkDie IO-Link-Anbindung bringt weitere Vorteile. IO-Link ermöglicht eine stetige Diagnose der Daten. Mit der „Quality of teach“-Funktion stellt der Sensor einen Wert zur Verfügung, der die Prozesssicherheit anzeigt. Wird ein gewisser Level unterschritten, erfolgt z. B. eine „Sicherheitsmeldung“ über die Steuerung. Ändert sich der Wert im laufenden Prozess, gibt die Funktion „Quality of run“ sofort Rückmeldung.

 

Smart-Sensor-Funktionen bieten zusätzlichen Nutzen

Neben der klassischen Druckmarkenerkennung liefert der Sensor künftig durch neue Automatisierungsfunktionen weitere Informationen via IO-Link.

Ein smarter Kontrastsensor mit der integrierten Zusatzfunktion „Print Mark Counter“ detektiert und zählt die Druckmarken auf Folienrollen. Ist die Anzahl der Druckmarken pro Rolle bekannt, übermittelt der Sensor zu jedem gewünschten Zeitpunkt, wie viel Folie noch auf der Rolle ist. Ein Rollenwechsel wird so rechtzeitig angezeigt. Über die „Speed Monitoring“-Funktion des Kontrastsensors lässt sich die Fördergeschwindigkeit des Verpackungsmaterials auf einfachste Art erfassen und steuern.

Weitere integrierte Zusatzfunktionen ermöglichen es, neue und höherwertige Informationen über die Druckmarkenerkennung hinaus gemeinsam mit dem Kunden zu generieren – je nach gewünschter Applikation.

 

  • Der KT im Einsatz bei Harro Höfliger:„Über die integrierte IO-Link-Schnittstelle lassen sich beim Kontrastsensor KT die Parametereinstellungen abrufen – für einen schnellen und einfachen Formatwechsel. Wir nutzen die IO-Link-Funktionalität flexibel für Diagnosezwecke im Vorfeld, um auch bei kritischen Verpackungsmaterialien eine zuverlässige Erkennung zu gewährleisten“, erklärt Rainer Bauer, Controls Engineering bei Harro Höfliger Verpackungsmaschinen GmbH. Harro Höfliger ist ein weltweit führender Hersteller von hochwertigen Produktions- und Verpackungslinien, spezialisiert auf Systemlösungen für die pharmazeutische und medizinische Industrie, mit dem Schwerpunkt kundenspezifische Maschinen.

 

 

 

 

 

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