Feldbusmodul für Lichtleiter-Sensoren und Distanzsensoren

24. November 2017

Busverkehr auf der Datenautobahn

Bei SICK fahren Sensordaten Bus: An das Feldbusmodul WI180C-PB gekoppelt, werden Lichtleiter- und Distanzsensoren in PROFIBUS-Systeme integriert. Das Kommunikationsmodul ermöglicht einen schnellen Zugriff auf die einzelnen Sensoren und überträgt ihre Daten an die Steuerung. In automatisierten Prozessen optimiert es die Parameterübertragung und die Einbindung der Sensoren ins Maschinennetzwerk. Damit leistet das WI180C-PB einen wichtigen Beitrag zur schnellen Kommunikation zwischen Steuerung und Sensoren in Maschinen und Anlagen.

 

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Profibus WI180C

 

Lichtleiter- und Distanzsensoren erfüllen vielfältige Aufgaben in automatisierten Produktionsprozessen. Displacement-Messsensoren aus der Produktfamilie OD Mini sorgen z. B. in der Elektronik- und Solarindustrie, in der Automobil- sowie in der Werkzeugmaschinenproduktion für die präzise Positionierung von Objekten und Werkzeugen. Auch bei der Qualitätskontrolle von Fertigungstoleranzen bearbeiteter Werkstücke kommen die Sensoren zum Einsatz.

 

Vielfältige Detektionsaufgaben übernehmen auch die Lichtleiter-Sensoren der Produktfamilie WLL180T. Schnelle Prozesse, schwierige Umgebungsbedingungen und die Detektion unterschiedlichster Objekte meistern Lichtleiter-Sensoren spielend. Zudem lassen sich mithilfe von Vorsatzlinsen sehr kleine Lichtpunkte realisieren, um auch winzige Objekte und Merkmale präzise zu erkennen. Zahlreich kommen die Sensoren bei Positionierungs- und Detektionslösungen zum Einsatz, auch da, wo es um die Erfassung besonders kleiner und empfindlicher Objekte geht. Z. B. in der Elektronik- und Solarindustrie. Auch die Füllstandmessung in der Getränke- oder Chemieindustrie übernehmen häufig Lichtleiter-Sensoren.

 

Meist sind viele Lichtleiter- und Distanzsensoren in einer Applikation verbaut, oft an unzugänglichen Stellen. Dadurch ergibt sich einerseits ein hoher Verdrahtungsaufwand für jeden einzelnen Sensor sowie andererseits ein erheblicher Wartungs- und Bedienaufwand, wenn die Sensoren schlecht zu erreichen sind.

 

WI180C-PB

 

Auf die Schnelle: Kommunikation zwischen Sensoren und Steuerung

Das Kommunikationsmodul WI180C-PB schafft Abhilfe: Die Kopplung der einzelnen Sensoren an das Feldbusmodul ermöglicht die Integration der Geräte in das Netzwerk der Maschine, basierend auf der PROFIBUS-Technologie. Parametrierung und Teach-in-Vorgänge lassen sich so auch bei schwer zugänglichen Auswerteeinheiten über die PROFIBUS-Leitung von der Steuerung vornehmen. Veränderte Einstellungen von Sensorparametern, z. B. bei Formatwechseln, kann der Maschinenbediener zentral über die Steuerung vornehmen. Die Integration ins Maschinennetzwerk ermöglicht auch die lückenlose Überwachung der Sensorleistung: Abweichungen in der Performanz werden schnell erkannt und können umgehend korrigiert werden.

 

Das Feldbusmodul ermöglicht den Anschluss von bis zu 16 WLL180T-Geräten bzw. acht OD-Mini-Auswerteeinheiten mit je 2 Sensorköpfen. Die Sensoren werden über das Busstecksystem an der Gehäuseseite miteinander verbunden und auf einer Hutschiene am Feldbusmodul befestigt.

 

Auf der Datenautobahn der Maschine funktioniert das Kommunikationsmodul
WI180C-PB für die einzelnen Sensoren wie der Omnibus im öffentlichen Nahverkehr: Es nimmt alle Sensordaten an Bord und transportiert sie mit einer Geschwindigkeit von 9,6 Kbit/s bis 12 Mbit/s zur Steuerung. Auch „Fahrpläne“ hat das Modul zu bieten: Vorprogrammierte Funktionsbausteine von SICK ermöglichen den schnellen Datenverkehr nach Plan – ohne zusätzlichen Programmieraufwand. Neben dem deutlich reduzierten Verdrahtungsaufwand von vorher bis zu 16 Leitungen auf eine einzige senken durchgängige PROFIBUS-Lösungen in Anlagen nachhaltig die Betriebs- und Instandhaltungskosten und steigern effektiv die Anlagenverfügbarkeit und letztendlich die Produktivität.

 

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