3D-Vision-Technologie zur Fahrerassistenz im Hafen

17. Februar 2017

Alles im Blick rund um den Reach-Stacker

 

In jedem Hafen sind zahlreiche Reach-Stacker im Einsatz – und das bei jeder Wetterlage. Der robuste 3D-Vision-Sensor Visionary-B CV mit Snapshot von SICK unterstützt den Reach-Stacker-Bediener beim häufigen Rangieren und Rückwärtsfahren. Hierzu detektiert der Sensor relevante Objekte in der Fahrzeugumgebung und erzeugt Livebilder, die auf dem Monitor erscheinen. Gleichzeitig warnt der Sensor den Fahrer in kritischen Fahrsituationen mit optischen und akustischen Signalen vor möglichen Kollisionen. Als Plug-and-play-Lösung ist der Visionary-B CV leicht parametrierbar, schnell betriebsbereit und einfach zu bedienen.

 

 

 

Der Bediener eines Reach-Stackers muss sich um viele Aufgaben kümmern. Auch wenn das Fahren des Reach-Stackers dazugehört, ist es nicht die wichtigste Aufgabe. Stattdessen muss sich der Bediener z. B. auf das Umschlagen der Container konzentrieren können. Zudem werden Reach-Stacker nicht wie normale Pkw nur für kurze Zeit, sondern über mehrere Stunden rückwärts rangiert. Hier unterstützt der Visionary-B CV mit der 3D-Technologie. Somit muss sich der Bediener nicht kontinuierlich auf den Monitor konzentrieren, wie es beim Einsatz herkömmlicher passiver Kamerasysteme der Fall ist. Mit dem Visionary-B CV kann sich der Bediener auf seine Haupttätigkeiten fokussieren und trotzdem jederzeit kritische Situationen erkennen.

Snapshot mit dem Zwei-Augen-Prinzip

Monitor

Monitor mit Livebildern der Fahrzeugumgebung

Der Visionary-B CV nimmt Objekte in der Fahrzeugumgebung jeweils mit zwei Bildern aus leicht unterschiedlichen Perspektiven auf. Aus diesen beiden leicht unterschiedlichen Bildern lässt sich die Tiefeninformation berechnen, die die dritte Dimension darstellt. Das Funktionsprinzip ist mit dem räumlichen Sehen des Menschen vergleichbar. Durch das Zwei-Augen-Prinzip nimmt der Sensorkopf 3D-Rohdaten auf und übermittelt diese an die Auswerteeinheit, die darauf programmiert ist, die Fahrzeugumgebung zu analysieren und den Bediener ausschließlich in kritischen Situationen zu warnen. Die integrierte Datenauswertung von SICK ermöglicht es, zwei Objektklassen für den Außenbereich zuverlässig zu detektieren. Über Objektklasse 1 werden größere Fahrzeuge und andere relevante Hindernisse, z. B. ein Stromkasten, innerhalb der Zone detektiert. Über Objektklasse 2 wird die Fahrzeugbreite mit der Detektionszone abgestimmt. Diese Konfiguration eignet sich z. B. für enge Durchfahrten, damit es dort nicht zu unnötigen und störenden Warnsignalen kommt. Der Sensor funktioniert als Stand-alone-Lösung und verfügt zudem über eine integrierte Aufnahmefunktion, die eine kontinuierliche Datenaufzeichnung erlaubt.

 

Den toten Winkel sichtbar machen

Kit

Mehrere Anschlusspakete, sogenannte Kits in den Ausführungen A, B und C, stehen zur Auswahl.

Das typische Heck eines Reach-Stackers ist 2 m hoch und 3 m breit. Durch diese Größe entstehen tote Winkel direkt hinter dem Fahrzeug, die für den Fahrer einsehbar gemacht werden müssen. Mehrere Anschlusspakete, sogenannte Kits in den Ausführungen A, B und C, stehen zur Auswahl. Kit A des Visionary-B CV erfüllt diese Aufgabe bereits sehr effizient. Kit A besteht aus einem Sensorkopf, einer Auswerteeinheit, einem Monitor und entsprechendem Montagezubehör. Wer ein breiteres Fahrzeug ausrüsten möchte oder wem aufgrund der Fahrzeuggeometrie ein Sensorkopf nicht ausreicht, kann Kit C verwenden. Kit C besteht aus zwei Sensorköpfen und zwei Auswerteeinheiten, die über ein Master-Slave-Prinzip das fusionierte Signal über einen diskreten Ausgang an einem oder nach Bedarf an zwei Monitoren ausgeben. Kit B kommt zum Einsatz, wenn sowohl Bereiche vor als auch hinter dem Fahrzeug einsehbar gemacht werden sollen. Kit B besteht aus zwei Sensorköpfen, einer Auswerteeinheit, einem Monitor sowie einer Switchbox, die zwischen den erforderlichen Sensorköpfen schaltet. Damit das Fahrerassistenzsystem nur in wirklich kritischen Situationen eine Warnung ausgibt, können die Detektionszonen variabel konfiguriert werden. So kommt es durch die Abstimmung der Fahrzeugbreite mit der Detektionszone nicht zu unnötigen Signalen, z. B. bei engen Durchfahrten.

 

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Soll sich der Bediener eines Reach-Stackers mehr auf seine Hauptaufgabe, das Umschlagen der Container, als auf das Fahren an sich konzentrieren, sind die Visionary-B CV Kits von SICK eine unverzichtbare Unterstützung.

 

 

 

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